Füllstand der Gasspeicher in Deutschland fällt auf 84,82 Prozent

Die Temperaturen sind wieder gesunken, und die Gaseinsparungen sinken wieder.

Die Temperaturen sind wieder gesunken, und die Gaseinsparungen sinken wieder.
Bild Allianz

Der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland ist am Montag auf den niedrigsten Stand in dieser Heizperiode gefallen. Sie sank um 1,03 Prozentpunkte auf 84,82 Prozent.

Dies war der größte Rückgang an einem Tag in diesem Jahr. Die Lagerbestände in den Geschäften gehen seit mehr als zwei Wochen stetig zurück.

Die Bundesnetzagentur rechnet bei weiter sinkenden Temperaturen mit einem weiterhin hohen Gasverbrauch. Die Behörde stuft die Lage weiterhin als weniger angespannt ein als zu Beginn des Winters.

Der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland ist am Montag auf den niedrigsten Stand in dieser Heizperiode gefallen. Das Niveau sank um 1,03 Prozentpunkte auf 84,82 Prozent. Dies geht aus Daten hervor, die von der European Gas Storage Association GIE veröffentlicht wurden. Das letzte Mal, dass die Lagerbestände in den Geschäften so niedrig waren, war letzten Sommer, am 2. September 2022.

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Seit mehr als zwei Wochen geht der Füllstand stetig zurück. Der Rückgang am Montag war in diesem Jahr bisher der höchste an einem einzigen Tag. Hauptgrund ist der höhere Verbrauch durch niedrigere Temperaturen. Auch die Importe bewegten sich zuletzt auf einem niedrigeren Niveau. Die Exporte nahmen leicht zu, insbesondere nach Österreich und in die Schweiz.

Die Erdgasvorräte sanken auf 209,1 Terawattstunden. Dies allein reicht für den Verbrauch von etwas weniger als zwei Wintermonaten. Zum Vergleich: Im Januar und Februar 2022 wurden in Deutschland zusammen knapp 227 Terawattstunden Gas verbraucht.

Die Bundesnetzagentur bewertet den Gasspeicherstand derzeit als „stabil“ und die Gassituation als „weniger angespannt als zu Beginn des Winters“. In der zweiten Woche des neuen Jahres stieg der Verbrauch im Vergleich zur Vorwoche um 12,7 Prozent. Allerdings lag er um 34,2 Prozent unter dem Durchschnittsverbrauch der vorangegangenen vier Jahre. Auch unter Berücksichtigung des Wetters blieb der Gasverbrauch in den ersten beiden Wochen des Jahres um 25 Prozent unter dem Referenzwert der Vorjahre.

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Da die Temperaturen derzeit sinken und niedrig bleiben werden, rechnet die Netzagentur mit einem steigenden Gasverbrauch. Die Temperaturprognose bewertete die Behörde als „kritisch“ und den Verbrauch als „angespannt“.

Die Speicher sind derzeit von besonderer Bedeutung, weil Russland kein Gas mehr liefert. Deutschland versucht, die Lücke mit hohen Lagerbeständen, Verbrauchseinsparungen und Gaslieferungen über bestehende Pipelines aus Norwegen und neue LNG-Terminals für LNG-Schiffe zu füllen.

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Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert, spätestens am 24. Januar 2023.

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